Die Gemeinde Schenkendöbern hat sich am bundesweiten Aktionstag „Kommunen am Limit“ am 22.Juni beteiligt. Hintergrund ist die Einschätzung des Deutschen Städte- und Gemeinbundes Brandenburg, dass sich Kommunen bundesweit in einer historisch außergewöhnlich schwierigen Finanzlage befinden. Den Kommunen werden insbesondere durch den Bund aber auch die Länder Aufgaben übertragen, ohne dafür einen angemessenen Ausgleich zu schaffen. Immer höhere Belastungen sind dadurch für die Haushalte der Kommune entstanden. Viele Kommune arbeiten seit Jahren am Limit, müssen Kredite aufnehmen, um die Aufgaben zu erfüllen. Es gibt kaum noch Gestaltungsspielräume. Bürgerschaftliche kommunale Selbstverwaltung wird massiv eingeschränkt.
Durch den Aktionstag soll aufgezeigt werden, mit welchen massiven finanziellen Problemen die Kommunen zu kämpfen haben. In Schenkendöbern waren neben Verwaltungsmitarbeitern auch Senioren, Kitakinder, Feuerwehr, Ortsvorsteher und Gemeindevertreter mit am Aktionstag beteiligt.
Die langjährige Partnerschaft zwischen den Gemeinde Schenkendöbern und Trzebiechow wurde erneut mit Leben gefüllt: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltungen beider Kommunen trafen sich in der polnischen Gemeinde zum jährlichen Erfahrungsaustausch.
Die Treffen finden seit vielen Jahren abwechselnd in Deutschland und Polen statt und sind Ausdruck einer vertrauensvollen Zusammenarbeit, die weit über die gemeinsame Projektarbeit hinausgeht. Neben zahlreichen grenzüberschreitenden Vorhaben verbinden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mittlerweile auch enge persönliche Freundschaften.
Im Mittelpunkt des Treffens am 12. Juni 2026 standen aktuelle und zukünftige gemeinsame Projekte sowie der Austausch über Verwaltungsabläufe sowie finanzielle und organisatorische Herausforderungen, die beiderseits der Grenze die gleichen sind. Dabei bot sich die Gelegenheit, Erfahrungen zu teilen, voneinander zu lernen und neue Impulse für die weitere Zusammenarbeit zu gewinnen.
Im Anschluss an die Arbeitsgespräche besichtigten die Teilnehmer gemeinsam den historischen Fürstenpark Zatonie, unweit von Zielona Gora. Bei einem gemeinsamen Mittagessen wurden die Gespräche in entspannter Atmosphäre fortgesetzt und einzelne Themen vertieft.
Beide Seiten betonten die große Bedeutung des regelmäßigen Austauschs für die erfolgreiche Zusammenarbeit und die Pflege der deutsch-polnischen Freundschaft. Das jährliche Treffen leistet einen wichtigen Beitrag zur Verständigung, zum gegenseitigen Vertrauen und zur Weiterentwicklung gemeinsamer Projekte über Ländergrenzen hinweg.
Angefangen hatte die Partnerschaft beider Gemeinden mit gegenseitigen Treffen der Feuerwehren nach Unterstützungseinsätzen der Deutschen beim Oderhochwasser 1997 in Polen. Im Jahr 2000 wurde ein Partnerschaftsvertrag geschlossen.
Anlässlich der kreislichen Eröffnungsveranstaltung der 32. Brandenburger Seniorenwoche wurden Anfang Juni sechs Senioren aus dem Landkreis Spree-Neiße ausgezeichnet. Entsprechend dem Motto „Gesellschaft braucht Erfahrung, Senioren brauchen Teilhabe“ haben sich alle Ausgezeichneten in ihrem Wirkungskreis verdient gemacht, um die Menschen in ihrem Umkreis mit am Leben teilhaben zu lassen und ihnen das würdevolle Älterwerden zu erleichtern. Landrat Martin Heusler, Kreistagsvorsitzender Torsten Schüler und der Vorsitzende des Kreisseniorenbeirates Spree-Neiße, Dr. Gert-Dieter Andreas, sprachen ihren Dank an alle Ausgezeichneten für ihr ehrenamtliches Engagement aus.
Aus der Gemeinde Schenkendöbern durfte sich Rita Lehmann aus Groß Drewitz über eine Auszeichnung freuen. Sie ist Gründungsmitglied der Seniorengruppe in Groß Drewitz und kümmert sich seitdem rührend um die älteren Menschen in ihrem Ort. Bürgermeister Ralph Homeister dankte der rüstigen Seniorin für ihren aufopferungsvollen Einsatz für das Gemeinwohl aller älteren Menschen in Groß Drewitz.
Bürgermeister Ralph Homeister ließ es sich nicht nehmen, die Schenkendöbernerin Sabine Gräber an ihrem letzten Arbeitstag zu verabschieden.Sie hatte über viele Jahrzehnte die kleine Verkaufsstelle in Schenkendöbern betrieben und damit für die Versorgung der Bevölkerung auf dem Land mit beigetragen. Frau Gräber geht jetzt in den verdienten Ruhestand. Die Verkaufsstelle ist geschlossen.
